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      • Bericht aus der Schulsozialarbeit: Sozialtraining in der 2. Klasse
        • Bericht aus der Schulsozialarbeit: Sozialtraining in der 2. Klasse

        • 24.03.2026 13:17
        • „Gemeinsam wachsen – Konflikte konstruktiv lösen“
          24.03.2026: In den vergangenen Wochen haben die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse an einem dreiteiligen Sozialtraining teilgenommen. Ziel des Projekts war es, die emotionale Selbstwahrnehmung zu stärken und den Kindern eine klare Struktur für eine gewaltfreie Konfliktlösung an die Hand zu geben.

           
        • 1. Emotionale Selbstwahrnehmung: Wer steuert die „Zentrale“?

          Basis jeder Kommunikation ist das Verständnis der eigenen Gefühle. Zur Veranschaulichung nutzten wir die Charaktere aus dem Film „Alles steht Kopf“. Die Kinder lernten, ihre inneren Zustände – wie Wut, Kummer, Angst oder Ekel – zu identifizieren und zu benennen. Erst wenn ein Kind erkennt, welcher „Bewohner“ gerade das Steuer in seiner Gefühls-Zentrale übernommen hat, kann es besonnen reagieren.

          2. Die „Stopp-Hand“ als Schutzinstrument

          Um Eskalationen im Alltag frühzeitig zu unterbinden, wurde die Stopp-Hand als klares, körpersprachliches Signal eingeführt. Die Kinder lernten, eine Grenze deutlich zu markieren: „Stopp! Ich möchte das nicht.“ Dieses Instrument dient als notwendige „Notbremse“, um aus einer impulsiven Reaktion in ein klärendes Gespräch zu finden.

          3. Kommunikation mit Herz: Die Giraffensprache

          Den Kern der Konfliktbearbeitung bildete die Giraffensprache (in Anlehnung an die Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg). Die Giraffe, die unter den Landtieren das größte Herz besitzt, dient hierbei als Symbol für Weitblick und Empathie. Die Kinder lernten, Vorwürfe durch klare Ich-Botschaften zu ersetzen, die sich an drei Schritten orientieren:

          • Wahrnehmung: „Mich stört... / Ich habe gesehen...“ (Sachliche Beschreibung ohne Bewertung).
          • Gefühl: „Ich fühle mich...“ (Bezug zur aktuellen Figur in der „Zentrale“).
          • Wunsch: „Ich wünsche mir...“ (Formulierung einer konkreten, machbaren Bitte).

          Um die Kinder in der Entwicklung ihrer sozialen Kompetenz weiter zu unterstützen, lade ich Sie herzlich ein, diese Begriffe – wie die Zentrale oder die Giraffensprache – auch zu Hause aufzugreifen.

          Ihre Schulsozialarbeiterin Miriam Bischoff

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